Trauma, Adoption und die Angst dahinter
In dieser ersten Gastfolge nach der Neuausrichtung des Podcasts spricht Gunda mit Simone Pott, Lehrerin, Beraterin und selbst Adoptivmutter zweier Kinder aus Haiti. Simone erzählt, wie sie und ihr Mann 2008 als junges Paar adoptierten, warum die Geschwister getrennt vermittelt wurden und wie sie über die Jahre lernte, Verhaltensweisen ihrer Kinder nicht als Provokation, sondern als Traumareaktion zu verstehen. Dabei wird deutlich, wie sehr die eigene Selbstreflexion und das Verständnis von Bindungstrauma die Familienrealität verändert haben.
Gemeinsam beleuchten die beiden, wie Kontrollbedürfnis, Angst und das Prinzip der Annahme des guten Grundes nicht nur in Familien, sondern auch in Schule, Politik und Gesellschaft wirken. Simone berichtet aus ihrer Arbeit als Lehrerin, Beratungslehrerin und selbstständige Beraterin für Adoptiv- und Pflegefamilien, wo sie Eltern dabei unterstützt, mehr Wohlwollen und Verständnis für sich selbst und ihre Kinder zu entwickeln, statt in Rechtfertigung oder Beschämung zu verfallen.
Zum Schluss sprechen beide über gesellschaftliche Wünsche wie schnelleren Zugang zu Psychotherapie, mehr Wohlwollen im Miteinander und mehr Fehlerfreundlichkeit, und darüber, dass echte Veränderung immer bei der eigenen Selbstreflexion beginnt.
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