Trauma verstehen, Familie stärken
In der ersten Gastfolge nach der Rückkehr des Podcasts spricht Gunda mit Simone Pott, Lehrerin, Mutter zweier adoptierter Kinder aus Haiti und traumasensible Beraterin für Adoptiv- und Pflegefamilien. Simone erzählt, wie sie und ihr Mann Anfang 30 den Weg der Auslandsadoption einschlugen, warum Geschwister bewusst getrennt vermittelt wurden und wie sie durch die Herausforderungen des Familienalltags ihre eigenen unbearbeiteten Themen wie unterdrückte Wut kennenlernte.
Gemeinsam beleuchten die beiden, wie Kontrollverhalten, Bindungsängste und sogenannte Traumareaktionen bei Kindern oft als Provokation missverstanden werden, obwohl dahinter unverarbeitete Erfahrungen stecken. Simone schildert eindrücklich, wie wichtig die Annahme des guten Grundes ist, sowohl im familiären Alltag als auch im Schulkontext, wo sie als Lehrerin und Beratungslehrerin tätig ist. Dabei wird deutlich, dass Eltern und Lehrkräfte häufig aus eigener Angst und Kontrollbedürfnis heraus reagieren, was die Dynamik mit den Kindern zusätzlich belastet.
Abschließend sprechen Gunda und Simone über gesellschaftliche Themen wie fehlendes Vertrauen, Angst vor Kontrollverlust in Politik und Bildungssystem sowie die Bedeutung von Selbstmitgefühl und Fehlerfreundlichkeit. Simone berichtet von ihrer selbstständigen Arbeit als traumasensible Beraterin, ihrem Weg über die Freimutakademie und ihrem Wunsch nach mehr Wohlwollen, schnellerem Zugang zu psychotherapeutischer Unterstützung und einer fehlerfreundlicheren Gesellschaft.
Weitere Infos und Kontaktmöchlichkeiten zu Simone Pott findest Du unter:
Website: https://www.traumapaedagogin.de/
E-Mail: info@traumapaedagogin.de
Instagram: simonepott
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